Spiralmodell
Das Spiralmodell hat sich besonders bei der Planung und Realisierung von evolutionären eBusiness Lösungen bewährt.
Das Spiralmodell gehört zu den derzeit bekanntesten Modellen des Software Entwicklungsprozesses, welches ursprünglich von Boehm (1988) vorgeschlagen wurde. Anstatt den Softwareprozess als eine Folge von Aktivitäten mit Rückwärtsbezügen von einer Aktivität zur anderen darzustellen, wird der Softwareprozess als eine Spirale veranschaulicht.
Jede Windung der Spirale ist in vier Segmente aufgeteilt: 1. Ziele aufstellen
Hier werden spezielle Ziele für diese Phase des Projekts definiert. Randbedingungen, denen der Prozess oder das Produkt unterliegt, werden bestimmt und es wird ein detaillierter Managementplan erstellt. Die Projektrisiken werden aufgelistet. Abhängig von diesen Risiken können alternative Strategien geplant werden.
2. Risiken analysieren und Prototyping
Jedes der erkannten Projektrisiken wird intensiv analysiert und es werden Schritte unternommen, um die Risiken zu verringern. Wenn zum Beispiel das Risiko besteht, dass die Anforderungen nicht angemessen sind, könnte ein Prototyp des Systems entwickelt werden.
3. Entwicklung und Validierung
Nach der Auswertung der Risiken wird ein Entwicklungsmodell ausgewählt. Wenn zum Beispiel die Risiken vor allem bei der Benutzeroberfläche liegen, wäre die evolutionäre Herstellung eines Prototyps ein angemessenes Entwicklungsmodell.
Wenn Sicherheitsrisiken die Hauptsorge sind, wäre aber eine Entwicklung mit
Hilfe formaler Umformungen am besten.
4. Planung der Fortführung
Das Projekt wird überprüft und es wird entschieden, ob mit der nächsten Windung der Spirale weitergemacht werden kann. Entscheidet man sich für diesen Schritt, werden Pläne für die nächste Phase aufgestellt.
Das Spiralmodell ermöglicht somit die zielgerichtete phasenweise bzw. gestaffelte „Step-by-Step“ Einführung relevanter Software Module, welche nacheinander live aktiviert werden.
Somit können die Anfragen der Anwender gezielt gesteuert und bewältigt werden und der sukzessive Erfahrungsgewinn reduziert auch das Einführungsrisiko.
Vorteile des Spiralmodells:
- Periodische Überprüfung und ggf. Neufestlegung des Prozessmodells.
- Prozessmodell ist nicht für die gesamte Dauer des Projekts festgelegt.
- Flexible, leichtere Umsteuerung durch das evolutionäre und itterative Vorgehen.
- Erleichterte Wiederverwendung von Software durch Betrachtung von Alternativen.
- Das Spiralmodell wird ideal durch die eXtreme Programming Methode ergänzt.